Warum wechselt mein Hund ständig den Liegeplatz?

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Brauner Hund liegt auf den Holztreppen und der Kopf des Hundes ist nach unten geneigt

Manchmal scheinen Hunde nicht so wirklich ihren perfekten Liegeplatz zu finden. Liegen, stehen auf, drehen sich, legen sich wieder hin.

Wechselt ein Hund mehrmals seinen Liegeplatz, muss man sich nicht gleich Sorgen machen. Es kann sein, dass er einfach nach einem ruhigeren, gemütlicheren oder kühleren Platz Ausschau hält.

Wiederholt sich das Wechseln des Liegeplatzes, sodass es wirkt, dass er keine Ruhe findet, dann könnten auch gesundheitliche Probleme dahinter stecken, Beschwerden oder Schmerzen beim Liegen. 

Es muss nicht immer sein, dass der Hund krank ist. Aber um Schlimmeres ausschließen zu können, ist es immer besser, seinen Tierarzt zu kontaktieren. Wir haben ein paar mögliche Ursachen aufgezählt, warum dein Hund den Liegeplatz ständig wechselt könnte.

Gründe für ein unruhiges Verhalten

Leider neigen Hunde dazu, ihre Beschwerden zu verbergen. Das könnte noch ein Urinstinkt ihrer Vorfahren sein. Damals waren Hunde in Rudeln unterwegs.

Sie mussten stark bleiben, durften keine Schwäche zeigen, um nicht vom Rudel zurückgelassen zu werden. Ein kranker Hund war anfälliger für Raubtiere und eine Last für das Rudel. 

Hunde sind sehr feinfühlig. Sie merken, wenn es uns gut geht, auch wenn es uns schlecht geht. Sind wir nervös, so überträgt es sich auch auf den Vierbeiner.

Um herauszufinden, warum dein Hund so unruhig ist, versuche auch selbst ruhig zu bleiben. Wenn du sehr nervös und unruhig bist, wird es auch dein Vierbeiner gleichtun.

Unruhe durch gestörte Alltagsroutine

Ist die Alltagsroutine gestört, dann kann sich das auf das Verhalten deines Vierbeiners auswirken. Hat sich etwa die Zeit zum Gassigehen geändert oder gibt es andere Veränderungen? Gab es vor kurzen einen Umzug? 

Änderungen im Alltag können bei deinem Hund dazu führen, dass sie sich nicht mehr richtig entspannen können. Sie wirken unrund, wechseln ständig den Liegeplatz. 

Plane wieder Alltagsroutinen ein. Gib deinem Hund immer zur selben Zeit sein Futter. Gehe zur selben Zeit mit ihm nach draußen und plane auch seine Kuschelzeiten ein. Hunde fühlen sich wohler und sind entspannter anhand Alltagsroutinen. 

Unruhe durch Erfahrungen oder Angst

Hat dein Hund ein schwerwiegendes Trauma erlitten oder ist aus dem Ausland von einer Auffangstation zu dir gekommen?

Hunde aus schwierigen Verhältnissen sind meist unruhiger, als Hunde, die bisher nur gute Erfahrungen gemacht haben. Sie erschrecken schneller, ziehen sich durch zu schnelle Bewegungen zurück und liegen oftmals unruhig. Diese Hunde brauchen besonders viel Geduld und Zuwendung. Er muss sich sicher und beschützt fühlen, um ruhiger schlafen zu können. 

Aber auch Silvester und Unwetter mit Donner machen den meisten Hunden Angst. Es sind ungewohnte Situationen, die eine extreme Unruhe oder gar Angstzustände bei deinem Hund auslösen könnte.

Unruhe durch Harninkontinenz

Sind Hunde in ein gewisses Alter gekommen, kann es vorkommen, dass der Harnschließmuskel schwächer wird. Das kann dazu führen, dass Urin austreten kann, während der Hund schläft.

Oft werden sie durch das Austreten eines Urintropfens geweckt. Das könnte auch ein Grund sein, wieso sich der Vierbeiner auf die Suche nach einem erneuten Schlafplatz aufmacht. 

Unruhe wegen Arthritis

Eine mögliche Ursache des ständigen Positionswechsels könnte Arthritis sein. Bei älteren Hunden kann das vermehrt auftreten.

Gelenkschmerzen sind die Ursachen von Arthritis. Suche in diesem Fall unbedingt einen Tierarzt auf, um hierfür spezielle Schmerzmittel zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Unruhe wegen inneren Schmerzen

Das ständige Wechseln eines Schlafplatzes könnte auch die Ursache von Bauchschmerzen sein. Hunde mit Bauchschmerzen drehen sich häufig, stehen ständig auf und sind sehr unruhig.

Dein Hund könnte an Blähungen leiden, es könnte aber auch schlimmeres dahinter stecken. Er könnte einen Fremdkörper zu sich genommen haben oder es sind Schmerzen der inneren Organe. 

Um Schlimmeres ausschließen zu können, vereinbare einen Termin bei deinem Tierarzt, um die nötigen Untersuchungen durchführen zu lassen.

So kannst du für einen ruhigeren Schlaf deines Hundes beitragen

Hunde benötigen viel mehr Schlaf als Menschen. Im Durchschnitt brauchen Erwachsene Hunde etwa 12-14 Stunden Ruhe- bzw. Schlafphasen am Tag.

Dafür wird auch der richtige Schlafplatz benötigt. Eine generelle Empfehlung gibt es nicht, da die richtige Wahl von Hund zu Hund unterschiedlich ist. Dennoch haben wir ein paar Tipps, die helfen können, den perfekten Schlafplatz für deinen Vierbeiner zu finden.

Den richtigen Schlafplatz wählen

Was grundsätzlich wichtig bei der Wahl des Schlafplatzes ist, dass dieser vor Zugluft und Bodenkälte geschützt ist. Ein Hundekorb, Hundekissen oder eine Hundedecke sind für den Schlafplatz sehr gut geeignet.

Dieser sollte auch vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein. Ältere Hunde bevorzugen einen weicheren Untergrund, zum Schonen der alten Knochen. 

Zudem ist es auch wichtig, dass der Ort nicht mitten in einem Durchgang des Hauses befindet, wobei er ständig gestört werden könnte. Störgeräusche sollten auch vermieden werden, wie etwa lauter Verkehrslärm.

  • Schutz vor Zugluft und Bodenkälte
  • Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung
  • Angenehm weichen Untergrund
  • Ruhigen und ungestörten Ort wählen

Fazit

Ein wiederholtes Aufstehen und ständiges Wechseln des Liegeplatzes können unterschiedliche Ursachen auslösen. Es könnte psychische, aber auch körperliche Ursachen sein. Am besten ist es, deinen Vierbeiner von deinem Tierarzt untersuchen zu lassen, um Schlimmeres ausschließen zu können.